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Werkzeuge und Materialien

Auf dieser Seite möchte ich Ihnen einen Überblick über die Werkzeuge und Materialien geben, die ich zum Schreiben einsetze. Natürlich gibt es daneben noch viele weitere Werkzeuge, auf die ich nicht näher eingehen möchte.

Bitte beachten Sie, daß ich keinerlei Haftung für den Gebrauch der dargestellten Schreibmaterialien und die unter dem Punkt "Erste Schritte" dargestellten Informationen übernehmen kann. Alle Tips dienen lediglich als Anregung, sind nach eigenen Erfahrungen zusammengestellt und haben bisher noch keinerlei Probleme ergeben.

 

Die Schreibwerkzeuge

Wichtigstes Schreibgerät gerade für die klassische Kalligraphie ist wohl die Bandzugfeder (auch Wechselzug- oder Breitfeder). Durch die Überfeder entsteht ein Reservoir für die Tusche. Bandzugfedern gibt es in den Breiten von 0,5 bis 5,0 mm.

Ebenso wie die Bandzugfeder findet die Spitzfeder Verwendung mit einem Federhalter. Sie bietet sich bei filigranen Formen an (z.B. Englische Schreibschrift). Es gibt verschiedene Ausführungen in Form der größeren Schreibfeder und der kleinen, spitzen Zeichenfeder.

von oben: Zeichenfeder, Federhalter, Bandzugfedern, Spitzfedern, Plakatfedern, Redisfedern, div. andere Federn
von oben: Zeichenfeder, Federhalter, Bandzugfedern, Spitzfedern, Plakatfedern, Redisfedern, div. andere Federn

Die Ziehfedern gehören zu den Schreibwerkzeugen, mit denen ich mittlerweile am liebsten arbeite. Die Feder besteht aus zwei Metallzungen, deren Abstand verändert werden kann.

Auch hier gibt es verschiedene Formen. Am gebräuchlichsten ist die Reißfeder. Die Feder sollte möglichst „flexibel“ sein. Es gibt Ausführungen aus Edelstahl, die sehr starr und nur bedingt für die freie Kalligraphie einsetzbar sind (zu empfehlen: Ziehfeder Haff-U der Fa. Haff, Pfronten). Daneben gibt ist auch die Schwedenfeder, eine etwas massivere Ausführung gut für die Kalligraphie geeignet. Ebenfalls schöne Effekte lassen sich mit dem Ruling-Pen erzielen.

Das Prinzip ist bei allen Federn das gleiche: Je nach Papier, Tusche bzw. Farbe und Schreibgeschwindigkeit wird die Linie ausgefranst, entstehen Spritzer oder andere interessante Effekte. Auch eignen sie sich dafür, die Farbe in der Feder vermischen zu lassen.

von links: 2 Ziehfedern, Schwedenfeder, Rulingpen
von links: 2 Ziehfedern, Schwedenfeder, Rulingpen

Besonders für große Schriften ist der Automatic-Pen geeignet. Ihn gibt es in zahlreichen Breiten (ca. 1,5 mm bis 2,5 cm). Daneben gibt es auch noch verschiedene gespaltenen Ausführungen.

Erwähnenswert sind auch der Folded-Pen und die Steel-Brush, zwei Werkzeuge, die ebenfalls in der freien Kalligraphie Anwendung finden.

Automatic-Pens
Automatic-Pens

Natürlich gibt es auch verschiedene Füller, die speziell für die Kalligraphie konzipiert wurden. Überzeugt hat mich allerdings lediglich der Parallel-Pen der Fa. Pilot. Nur mit ihm lassen sich ähnlich scharfe Kanten wie mit einer Bandzugfeder erzielen.

Auch verschiedene Faserschreiber sind erhältlich, die bei Entwürfen recht nützlich sein können. Eine Einschränkung besteht gegenüber der Bandzugfedern im Hinblick auf die geringe Auswahl an verschiedenen Breiten.

Neben all diesen Federn spielen auch Pinsel eine Rolle. Ich setze sie jedoch selten direkt zum Schreiben ein. Sie finden bei mir eher Anwendung bei der Hintergrundgestaltung oder der ein oder anderen Nacharbeit.

 

 

von oben: Parallel-Pen (Pilot) in verschiedenen Stärken, Art-Pen (rotring)
von oben: Parallel-Pen (Pilot) in verschiedenen Stärken, Art-Pen (rotring)
von links: Scribtol, Ecoline, weitere Kalligraphie-Tinten, Gouache
von links: Scribtol, Ecoline, weitere Kalligraphie-Tinten, Gouache

Das Material

Zunächst sind da die Schreibflüssigkeiten.

Ich setze in erster Linie Skribtol ein. Dabei handelt es sich um eine leicht fließende, schwarze Tusche.

Für die farbige Gestaltung verwende ich hauptsächlich Ecoline. Ecoline ist eine flüssige, transparente Wasserfarbe, die gebrauchsfertig gekauft wird. Die Farben lassen sich gut miteinander mischen und sind sehr farbintensiv.

Neben Ecoline ist auch Gouache gut für die Kalligraphie geeignet. Sie bietet den Vorteil, daß sie deckend ist. Daneben lassen sich auch Aquarell- und Acrylfarben gut verarbeiten.

Spezielle Kalligraphie-Tinten ergänzen diese Schreibflüssigkeiten. Das Angebot ist hier sehr vielfältig.

Pappstreifen zum Schreiben, Fixierkleber, Rubbelkrepp
Pappstreifen zum Schreiben, Fixierkleber, Rubbelkrepp

Interessante Effekte lassen sich auch mit Rubbelkrepp, einer Abdeckflüssigkeit, erzielen. Diese Flüssigkeit wird zuerst auf das Papier aufgetragen. Dann wird mit Farbe darübergegangen. Wenn diese getrocknet ist, läßt sich der Rubbelkrepp problemlos wieder entfernen. Die Flüssigkeit kann sehr gut mit Wasser verdünnt werden und läßt sich dadurch mit nahezu allen Federn verarbeiten.

Nur einen kurzen Überblick möchte ich über das Papier geben.

Am besten eignet sich Aquarellpapier mit etwa 200 g/m². Dabei handelt es sich um einen Karton, der nur wenig saugfähig ist. Aquarellpapier bzw. –karton ist mit verschiedenen (matten oder strukturierten) Oberflächen erhältlic

Auch Tonkarton und -papier ist sehr gut zu verarbeiten, am besten mit Tusche oder Gouache.

Daneben gibt es verschiedene marmorierte Papiere und Elefantenhaut. Dabei ist aufzupassen, daß diese Papiere nicht nur bedruckt sind, sondern die Struktur durchgehend vorhanden ist.

Auch hier gilt, daß das Papierangebot äußerst umfangreich ist und ich nur auf die für mich wichtigsten Sorten eingehen kann.

Haben Sie noch Fragen rund um das Thema "Material"? Dann finden Sie vielleicht im Kalligraphie-Forum die Lösung...