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s-Gebrauch

Gerade bei den gebrochenen Schriften ist es wichtig, die Regeln für die Verwendung des kleinen s zu kennen.

Neben dem normalen (runden, oder Schluß-) s  gibt es in den gebrochenen Schriften noch das lange s , das Doppel-s  und das scharfe ß .

Das lange s stammt aus der Römischen Kursivschrift, was man am Häkchen an der linken Seite des Buchstabens in den meisten Alphabeten erkennen kann. Dieses Häkchen ist ein Teil des untersten Bogens, der an den Hals des Buchstabens geschrieben wurde.

 

Die Regeln im Einzelnen:

  • Das runde oder Schluß-s steht am Wortende und als Fugen-s in Zusammensetzungen (siehe unten). Das runde s steht auch dann, wenn nach dem s eine mit einem Mitlaut beginnende Nachsilbe wie -lein, -chen, -mus usw. folgt.
  • Das lange s steht am Wortanfang und innerhalb eines Wortes.
  • Wenn bei zusammengesetzten Wörtern eine Silbe mit s endet und die nächste mit s beginnt, ist das erste rund und das zweite lang.
  • Das Doppel-s (in nicht-zusammengesetzten Wörtern) ist immer lang.
  • Für das scharfe ß gelten die üblichen Regeln. Es sollte nicht durch Doppel-s ersetzt werden.

 

Übrigens...

Lange glaubte man, das ß sei aus einer Zusammenschreibung von langem s und z entstanden. Daher nennt man das scharfe s auch Eszett.

Über die tatsächliche Entstehung gibt es viele Erklärungen. Eine der gängigsten besagt, daß es sich beim ß um eine Ligatur von langem und rundem (Schluß-) s handelt, wobei der Schaft des langen s das runde teilweise verdeckt.

 

 

 

Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel: Bei Namen und Fremdwörtern können sich selbstverständlich Abweichungen ergeben.

Tip: Duden

Die s-Regeln finden sich auch im Duden, Band 1 (Rechtschreibung), Duden-Verlag Mannheim/Zürich.